Wo Geschäfte gemacht werden, kommt es leider auch immer wieder zu Betrugsversuchen. Diese traurige, aber allgegenwärtige Realität betrifft auch unser Portal (wie jedes andere Verkaufs- und Handelsportal). Den besten Schutz beim direkten Handel bieten ein wachsames Auge, gesunder Menschenverstand sowie einige Vorsichtsmaßnahmen:
1. Versuchen Sie nach Möglichkeit, die Ware zu besichtigen, selbst abzuholen und erst bei Übergabe zu bezahlen. Dies bietet den besten Schutz, und die Ware kann vor Ort getestet werden.
2. Seien Sie vorsichtig bei Transaktionen ins Ausland – aber auch aus dem Ausland.
Ein häufiger Trick von Betrügern ist es, ein Angebot anzunehmen und per Western Union, Scheck oder ähnlichen Methoden zu bezahlen, dabei scheinbar zu viel Geld zu überweisen und den überhöhten Betrag zurückzufordern oder vorzugeben, dass ein Spediteur damit bezahlt werden soll. Oft ist die ursprüngliche Transaktion nicht gedeckt.
3. Prüfen Sie Adressen und achten Sie auf Widersprüche:
- Jeder sucht nach Schnäppchen, aber unrealistisch günstige Angebote sind meist nicht seriös.
- Prüfen Sie Adressen und kontaktieren Sie Anbieter telefonisch. Suchen Sie den Anbieter online und fragen Sie gezielt nach einer Festnetznummer statt nur einer Mobilnummer. Schon einfache Maßnahmen helfen oft, Fake-Angebote zu entlarven. E-Mail-Adressen, insbesondere Freemail-Adressen, lassen sich kaum zurückverfolgen.
- Seien Sie vorsichtig, wenn die angegebene Adresse in Deutschland ist, die Zahlung jedoch ins Ausland erfolgen soll. Ebenso bei widersprüchlichen Angaben, z. B. Firmensitz in Süddeutschland, aber Konto oder Ware plötzlich in Norddeutschland.
- Bei einer Einigung mit einem Käufer wird teilweise um Überweisung auf ein deutsches Konto mit spezifischem Verwendungszweck gebeten, angeblich zur besseren Zuordnung oder schnelleren Lieferung. Oft verlangen Betrüger zusätzlich einen Überweisungsbeleg. Achtung: Möglicherweise überweisen Sie dabei an ein Konto eines Onlineshops, einer Bitcoin-Börse oder ähnlicher Dienste und bezahlen damit die Bestellung des Betrügers.
- Wenn Sie Zweifel haben, ob die Bilder tatsächlich vom Anbieter stammen, bitten Sie um ein aktuelles Foto mit einem von Ihnen vorgegebenen Zettel (z. B. mit Zahlencode).
- Wenn ein Verkäufer die Abholung oder eine Zahlung per PayPal kategorisch ablehnt, sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen. Informieren Sie sich bei PayPal vorab über den Käuferschutz.
4. Weitere typische Warnhinweise:
- Der Verkäufer steht unter Zeitdruck (z. B. „muss sofort verkaufen“) und drängt auf eine schnelle Entscheidung.
- Kommunikation findet ausschließlich per E-Mail oder Messenger statt; ein Telefongespräch wird vermieden.
- Auffällig schlechte Sprache, untypische Formulierungen oder automatisch übersetzte Texte.
- Zahlung soll über unsichere oder nicht rückverfolgbare Methoden erfolgen (z. B. Gutscheinkarten, Kryptowährungen ohne Nachweis).
- Der Name des Kontoinhabers stimmt nicht mit dem Anbieter überein.
- Identische Bilder tauchen in anderen Anzeigen oder auf internationalen Plattformen auf.
- Der Verkäufer gibt vor, sich im Ausland zu befinden (z. B. wegen Arbeit oder Militär) und bietet nur Versand an.
- Es werden unerwartete Zusatzkosten gefordert (z. B. für Versicherung, Transport oder Zoll), oft nach bereits erfolgter Zahlung.
- Verdächtige Links oder Anhänge werden verschickt (Phishing-Gefahr). Öffnen Sie diese nicht unbedacht.
- Angebote außerhalb der Plattform abzuwickeln („Kontakt bitte nur per privater E-Mail“) – dies umgeht Schutzmechanismen.
Im Zweifel gilt: Lieber auf ein vermeintliches Schnäppchen verzichten als ein Risiko eingehen.